Entwirf dein Fair-Isle-Muster

Fäustlinge Muster Generator

Wolle und Farben wählen, Maße festlegen und ein ausgewogenes nordisches Muster für linke und rechte Fäustlinge erzeugen.

Community-Muster ansehen →

1Wolle & Farben
Wolle und Farben im Shop ansehen →
2Größe & Maße
3Maschen & Maschenprobe

Automatisch aus Größe und Maschenprobe der gewählten Shop-Wolle berechnet. Der Handrücken verwendet die Hälfte der Gesamtmaschen.

Manuell anpassen, falls deine Maschenprobe abweicht.
Experteneinstellungen
4Motiv & Anordnung
5Diagramm

Vorschau wird automatisch aktualisiert

Dein Entwurf

Linker Fäustling

Strickschrift · Handrücken

Fäustling-Vorschau

  • Bündchen
  • Daumenbereich
  • Abnahmebereich

Strick-Check

    Vom Diagramm zum fertigen Paar

    Deine Fäustlinge, Schritt für Schritt

    Vielleicht kennst du das: Der Wind findet den Weg unter den Ärmel, und plötzlich reicht kein Schal der Welt. Hier kommt dein Paar in Größe mit dem Motiv . Die Zahlen unten folgen deinen Angaben oben. Wenn du zum ersten Mal Fair Isle strickst: Lies erst die Wörterkunde, dann die Schritte. Beide Fäustlinge gleich stricken; für den zweiten nimmst du die gespiegelte Strickschrift.

    Wolle
    Farben HF / KF
    Maschenprobe
    Handmaß
    inklusive ca. 15 % Reserve; Maschenprobe und persönliche Fadenspannung können den Verbrauch verändern
    Hauptfarbe
    Kontrastfarbe

    Methode: Du strickst in Runden – also im Kreis, ohne Naht. Dafür brauchst du ein Nadelspiel (fünf kurze Nadeln) oder eine Rundnadel mit kurzem Seil. Der Rundenanfang liegt am Handgelenk, genau unter dem Daumen: dort, wo Handrücken und Handfläche sich treffen. Markiere diese Stelle mit einem Maschenmarkierer. So bleibt das Muster vorne ruhig, und der Daumen sitzt später dort, wo ihn die Hand erwartet.

    Was du zusätzlich bereitlegen solltest: die Nadeln, die zu deiner Maschenprobe passen, eine Stopfnadel, eine Schere, etwas Restwolle in einer dritten Farbe als Hilfsfaden und zwei Maschenmarkierer. HF ist die Hauptfarbe, KF die Kontrastfarbe.

    Kleine Wörterkunde für den Einstieg
    Maschenprobe
    Ein kleines Probestück, an dem du misst, wie viele Maschen und Reihen auf 10 cm kommen. Ohne sie sitzt der Fäustling zu eng oder zu weit.
    Strickschrift
    Das karierte Diagramm oben. Ein Kästchen = eine Masche. Die unterste Reihe strickst du zuerst.
    Fair Isle / Jacquard
    Zwei Farben in einer Runde. Die Farbe, die gerade nicht gestrickt wird, läuft locker auf der Innenseite mit – das ist der Spannfaden.
    Hilfsfaden
    Ein Stück Restwolle, auf das du Maschen parkst. Später ziehst du ihn raus und strickst den Daumen daraus.
    1. Maschenprobe

      Fair Isle zieht die Maschen enger zusammen als einfarbiges Glatt-rechts. Deshalb zuerst eine Probe – nicht den Fäustling „einfach mal anfangen“. Schlage etwa 30 Maschen an und stricke mindestens 10 cm hoch, und zwar schon mit beiden Farben, so wie später im Muster.

      Wasche die Probe, wie du das fertige Paar später waschen würdest, und lass sie flach trocknen. Dann misst du in der Mitte: Wie viele Maschen und Reihen kommen auf 10 cm? Dein Entwurf braucht auf 10 cm. Zu viele Maschen auf 10 cm? Dickere Nadel. Zu wenige? Dünnere Nadel. Das Maß oben lässt du in Ruhe. Mehr zur Probe steht unter Maschenprobe, mehr zu zwei Farben unter Fair Isle stricken.

    2. Anschlag und Bündchen

      Mit der Hauptfarbe Maschen elastisch anschlagen – also nicht zu fest, sonst kommt die Hand später nicht durch. Ein Kreuzanschlag oder ein elastischer Maschenanschlag eignet sich gut.

      Verteile die Maschen auf vier Nadeln: . Die fünfte Nadel ist die Arbeitsnadel. Bevor du zur Runde schließt, prüfe: Liegen alle Maschen unverdreht auf den Nadeln, die unteren Bügel nach unten? Dann die erste und letzte Masche fest zusammenstricken und den Rundenanfang markieren.

      Jetzt das Bündchen: cm (ca. Runden) im Muster . Bei Rippen folgen die linken Maschen den linken, die rechten den rechten. Ein Bündchen, das nachgibt, hält später wärmer als eines, das kneift.

    3. Hand und Farbmuster

      Ab hier glatt rechts: Jede Masche rechts stricken. Gleichzeitig beginnt die Strickschrift. Sie hat Musterreihen. Die Strickschrift zeigt Maschen für den Handrücken; die übrigen Maschen bleiben einfarbig – das ist die Handfläche, die innen an der Hand liegt.

      Lesen: unten anfangen, nach oben arbeiten, . Die helle oder dunkle Fläche im Kästchen sagt dir, ob HF oder KF an der Reihe ist. Beide Knäuel bleiben am Werk – du wechselst nur, welche Farbe die Masche bildet.

      Die ruhende Farbe läuft locker auf der Innenseite mit. Wird dieser Spannfaden länger als 4–5 Maschen, holst du ihn kurz nach vorn und kreuzt ihn mit der Arbeitsfarbe, ohne die Garne zu verzwirnen. Zu fest: der Fäustling wird steif. Zu lose: die Maschen gähnen. Kleiner Tipp: Die Spannung vom Bündchen ins Muster möglichst gleich halten – sonst wird der Handrücken plötzlich enger als das Handgelenk.

    4. Daumenöffnung stilllegen

      In Runde brauchst du ein Loch, durch das später der Daumen kommt. Dafür strickst du auf der Handflächenseite Maschen nicht mit der Arbeitswolle, sondern mit einem Hilfsfaden in einer dritten Farbe. Danach nimmst du die Arbeitswolle wieder und schlägst über diesen Hilfsfaden ebenso viele neue Maschen an. Die Hand geht ganz normal weiter – der Hilfsfaden bleibt erst einmal liegen.

      Zieh den Fäustling jetzt schon mal über die Hand. Sitzt die Öffnung zu weit vorn oder hinten, ist das der Moment zum Auftrennen – Anprobieren ist hier ehrlicher als jede Rechnung.

    5. Spitze abnehmen

      Die Spitze beginnt in Runde . Stell dir die Runde als Oval vor: vorne der Handrücken, hinten die Handfläche. An den beiden Seiten, wo sie sich treffen, nimmst du ab.

      In jeder der folgenden Runden an beiden Seiten von Handrücken und Handfläche je 1 Masche abnehmen – also 4 Maschen weniger pro Runde. Rechtsgeneigt heißt: 2 Maschen zusammenstricken. Linksgeneigt: 1 Masche abheben, 1 rechts, die abgehobene darüberziehen. So legt sich die Naht schön in die Seite.

      Graue Felder in der Strickschrift bedeuten „keine Masche“ – dort ist schon abgenommen, du überspringst das Kästchen. Sind nur noch Maschen übrig, Faden abschneiden, mit der Stopfnadel durch alle Restmaschen fädeln, fest zuziehen und auf der Innenseite vernähen.

    6. Daumen stricken

      Jetzt den Hilfsfaden vorsichtig herausziehen. Die geparkten Maschen kommen auf die Nadeln. Zusätzlich nimmst du dieselbe Zahl Maschen aus dem Anschlag über der Öffnung auf – das sind die Maschen, die du damals neu angeschlagen hast – und je 1 Masche aus beiden Stegen links und rechts, damit keine Löcher entstehen. Zusammen sind das etwa Maschen.

      Den Daumen in Runden glatt rechts stricken, bis er die Daumenkuppe erreicht. Dann gleichmäßig abnehmen: zum Beispiel in einer Runde jede 2. und 3. Masche zusammenstricken, in der nächsten Runde noch einmal zusammenstricken, bis wenige Maschen übrig sind. Faden durchziehen und fest zuziehen.

      Den zweiten Fäustling genauso arbeiten, nur mit der gespiegelten Strickschrift. Der Daumen liegt dann auf der anderen Seite.

    7. Fertigstellung

      Alle Fäden auf der Innenseite mit der Stopfnadel festnähen und abschneiden. Löcher am Daumenansatz kannst du mit dem Fadenende noch etwas zusammenziehen.

      Dann ein lauwarmes Bad: Fäustlinge einlegen, vorsichtig drücken, nicht wringen, in ein Handtuch rollen und liegend trocknen. Dabei in Form ziehen – Fingerkuppen rund, Bündchen gerade. Nach dem Trocknen setzt sich das Muster, und es sieht plötzlich so aus, als hätte es immer so aussehen wollen.