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So funktioniert Ravelry
Das Erste, was Ravelry dir zeigt, ist keine Anleitung. Es ist ein Anmeldefenster, und daneben grinst ein Wollknäuel mit Nadel im Arm. Klingt nach Türsteher. Ist eher die Garderobe: Muster, Garne, Projekte und Gespräche liegen dahinter, und der Eintritt kostet nichts.

Vielleicht kennst du das: Jemand sagt „das Muster ist auf Ravelry“, als wäre damit alles gesagt. Für viele ist es das auch. Für alle anderen ist es erst einmal eine Website mit englischen Buttons und einem sehr großen Innenleben. Genau deshalb lohnt sich ein ruhiger Blick, bevor du dich in den Filtern verlierst.
Was hinter dem Konto liegt
Ravelry ist seit 2007 die große Datenbank für Strick- und Häkelanleitungen, dazu Garninfos, ein Projekttagebuch und ein Netzwerk. Gegründet haben es Jessica und Casey Forbes. Das Konto bleibt kostenlos. Über Sign up legst du es an, bestätigst die Mail und suchst dir einen Nutzernamen aus. Danach gelten dieser Name und ein Passwort, so wie auf dem Bild oben.
Drinnen suchst du Anleitungen, schlägst Garne nach, markierst Favoriten und sammelst gekaufte PDFs in einer Bibliothek. Dazu kommen eigene Projekte: welches Garn, welche Nadeln, wie weit du bist, wie es am Ende aussieht. Die Fotos dort sind oft ehrlicher als jedes Studiofoto, weil jemand das Stück wirklich in genau dieser Farbe gestrickt hat. Und es gibt Foren, in denen über Passform, Maschenprobe und die Frage gestritten wird, ob der Ärmel noch heute drankommt. Kleiner Tipp: Such dir am Anfang eine Sache aus. Wer gleichzeitig Bibliothek, Vorrat und Foren einrichten will, legt die Nadeln wieder weg.
Suchen, ohne den Nachmittag zu verlieren
Der nützlichste Teil ist die Suche. Du filterst nach Art des Stücks, nach Nadelstärke, nach Lauflänge, nach kostenlos oder kostenpflichtig, und nach Sprache. Wenn du nur Anleitungen auf Deutsch sehen willst, sagst du das dem Filter, bevor du dich durch hundert englische Pullover klickst.
Die Oberfläche selbst lässt sich Richtung Deutsch schieben. Der Text einer Anleitung bleibt trotzdem in der Sprache, in der die Designerin ihn geschrieben hat. Oft ist das Englisch, manchmal Deutsch, manchmal beides. Steht bei einem Muster, dass es auf Deutsch vorliegt, gibt es eine Übersetzung. Steht es nicht dabei, rettet dich auch der Filter nicht.
Hast du noch Garn im Schrank, kannst du deinen Vorrat eintragen. Ravelry merkt sich Lauflänge und Nadelstärke und kann dir zeigen, wenn ein Muster zur Maschenprobe eines Knäuels passt, das du schon besitzt. Aus „irgendwann mal“ wird dann ziemlich schnell ein Projekt. Wie du eine Maschenprobe liest, steht bei uns im Strickwissen.
Und wenn du gar keine Idee hast: Sortier nach den Anleitungen, zu denen die meisten Projekte angelegt wurden. Das sind die Muster, die schon viele Leute wirklich fertig gestrickt haben, nicht nur angeklickt.
Anleitungen kaufen, und wo du dich als Designerin meldest
Viele Muster kaufst du direkt auf Ravelry und findest sie danach in deiner Bibliothek dort. Was du auf Ravelry kaufst, landet nicht automatisch in einem anderen Kundenkonto. Umgekehrt genauso.
Bei uns liegen die Anleitungen im Shop, unter Anleitungen. Dazu gehören Muster von Designerinnen wie Paulastrickt, Fox & Folk oder Caidree, oft mit dem Garn gleich dazu.
Wenn du selbst designst, kannst du dich bei uns melden. Wir verkaufen deine Anleitungen, als PDF und, wo es passt, als Strickset mit Garn. Technik, Zahlung und den Alltag im Shop übernehmen wir. Ein paar Sätze zu dir und ein Link zu deinen Mustern reichen für den Anfang. Schreib an [email protected], nutze das Kontaktformular oder lies auf Als DesignerIn Partner werden, wie die Zusammenarbeit gedacht ist.
Und wenn du erst einmal nur gucken willst: Hol dir das kostenlose Konto, such ein Muster, das zu dem Garn passt, das schon im Schrank liegt, und leg die Nadeln daneben. Der Rest ergibt sich meistens von allein.